Unsere Heimat am Spessartbogen

Der Stadtteil Marjoß liegt an der Jossa, einem Zufluss der Sinn, südöstlich der Brüder-Grimm-Stadt Steinau an der Straße - mitten im waldreichen Spessart.

 

Weit über seine Grenzen hinaus wurde Marjoß durch seine Töpfereien bekannt. Marjoß ist einer der ältesten Töpferorte in Hessen. In einer Tongrube in der Nähe des Bellinger Kreuzes wird noch heute der Ton von der Marjosser Töpferei abgebaut. Die geschichtliche Entwicklung des Dorfes beginnt mit der Erwähnung der Kirche im Jahre 1167. Das Töpferhandwerk ist urkundlich seit 1391 bekannt und war damals eine der wenigen Einnahmequellen der armen Landbevölkerung.

 

Seinen Namensursprung findet Marjoß aus dem Kirchennamen der Maria-Magdalenen Kirche und der Jossa.

 

Heute bietet sich Marjoß hervorragend als Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen durch den herrlichen, waldreichen Spessart an. Marjoß ist einer der Orte, die zum Kultur-Radweg "Perlen der Jossa" zählt, der im Jahr 2007 eingerichtet wurde. Auf einer Länge von ca. 25 Kilometern reihen sich die Dörfer des Jossgrundes wie Perlen an einer Kette aneinander. Deshalb und wegen der hier früher in großen Mengen vorkommenden Flussperlmuschel trägt der Kulturweg den Namen „Perlen der Jossa“. Die Geschichten, die dieses Tal erzählt, umfassen alle Facetten und Zeitalter der Kulturlandschaft: Von der sagenumwobenen Burgruine sowie einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe der Quelle der Jossa über ein altes Wirtshaus, einen verschwundenen Eisenhammer, das Getränk „Klickerwasser“ und ein historisches Wasserwerk bis zur letzten traditionell arbeitenden Spessart Töpferei und den Schachblumenwiesen im Sinngrund.

 

Der Besucher staunt nach einer Reise durch den Jossgrund über die – beinahe vergessene – Vielfalt unserer Heimat.

 

Der Premiumwanderweg "Spessartbogen". Premiumwege mit dem „Deutschen Wandersiegel“ zeichnen sich durch absolute Spitzenqualität aus. Für Wanderfreunde, Naturliebhaber und Entdeckergeister genau das Richtige: Der Spessartbogen führt von einem Höhepunkt zum nächsten. Garantiert Ihnen höchste Erlebnisqualität. Um einen Standard zu schaffen, wurde durch das Deutsche Wanderinstitut nach neuesten Erkenntnissen ein umfangreicher Kriterienkatalog erstellt, der die Eigenschaften eines Wanderweges genau erfasst und gezielt Verbesserungen ermöglicht. Durch spezifische Untersuchung werden vielfältige Aspekte des Wandererlebnisses messbar gemacht. So gelingt es, durch einen ausgeklügelten Verlauf des Wanderweges, eine Erlebnisgarantie für die unterschiedlichsten Vorlieben zu gewährleisten. Damit wird das Wandern auf dem Spessartbogen zu einem besonderen Vergnügen.

Der Name "Eselsweg" kommt von den Salzkarawanen, die im Mittelalter das Salz der Salinen in Bad Orb und Fulda auf dem Rücken der Esel nach Miltenberg trugen, wo es ab Miltenberg auf dem Main verschifft wurde. Aus Schutz vor den unwegsamen und feuchten Tälern in denen auch hie und da die berühmten Spessarträuber hausten, wurde der Weg auf den Kammhöhen des Spessarts angelegt. Viele Kultur-Historische Stätten säumen seinen Weg.

So sind neben den zahlreichen Bildstöcken, Flurkreuzen und Kapellen das Kloster in Schlüchtern am Anfang und das Kloster Engelberg hoch über dem Main am Ende des Eselsweges besonders hervorzuheben. Der Weitwanderweg mit der Markierung schwarzes E auf weißem Grund wird vom Spessartbund betreut und ist auf der ganzen Strecke hervorragend markiert. Man kann diesen Weg in sechs Tagesetappen bewältigen.

 

Das besondere am Eselsweg ist, dass es sich dabei um einen sogenannten Höhenweg handelt, der kaum Ortschaften berührt. So bewegt sich der Eselsweg fast durchgehend auf einer Höhe von 400 - 500 m. Die Etappenziele liegen durchweg im Tal etwa 1 - 3 km vom eigentlichen Wanderweg entfernt. Somit bekommt man schließlich eine Gesamtlänge von rund 128 km zusammen. Die einzelnen Etappen weisen Streckenlängen von 17,5 bis 25,5 km auf und sind aufgrund ihrer Charakteristik leicht zu bewältigen. Nur die Ab- und Aufstiege zu und von den einzelnen Etappenzielen machen manchmal müden Wandererbeinen zu schaffen. Da kaum oder keine Ortsberührungen - wie bei den Etappen drei bis sechs - stattfinden, ist es ratsam, Proviant mit auf den Weg zu nehmen. Hierbei sind die Pensionen und Hotels an den Etappenorten gerne behilflich.

 

Bekannte Orte und Etappenziele auf dem Wege sind Schlüchtern und Mernes sowie Lettgenbrunn und Flörsbach, Heigenbrücken, Weibersbrunn, Echterspfahl, Rohrbrunn und Wildensee sowie das Kloster Engelberg mit dem am Main liegenden Großheubach, sowie Miltenberg.

Der DWV sorgt gemeinsam mit seiner Service GmbH für Qualität beim Wandern. Er gibt unter anderem Richtlinien zur Markierung von Wanderwegen heraus, bietet Fachtagungen an, bildet Wanderführer aus und hat mit Wanderbares Deutschland objektive Qualitätskriterien für wandertouristische Angebote geschaffen.

 

Wanderbares Deutschland umfasst sowohl Qualitätswanderwege als auch Qualitätsgastgeber. Beide sind unter Wanderern außerordentlich beliebt. Als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifizierte Wege werden einer Umfrage zufolge bis zu 80 Prozent stärker nachgefragt als andere. Auch Tourismusexperten setzen zunehmend auf die Auszeichnung, um neue Gäste zu gewinnen. Dabei müssen die Wege hohen Qualitätskriterien entsprechen. So prüft der DWV, ob mindestens 35 Prozent der Gesamtstrecke aus naturbelassenem Untergrund besteht, ob die Wegweisung funktioniert und ob es Naturattraktionen wie Gipfel oder Wasserfälle am Wegesrand gibt.

 

Für Mehrtagestouren suchen Wanderer oftmals nach geeigneten Unterkünften. Auch in dieser Frage ist der DWV aktiv geworden und hat mit den Qualitätsgastgebern Wanderbares Deutschland bundesweite  Qualitätsstandards gesetzt. Gemeinsam mit kompetenten Partnern in den jeweiligen Regionen werden besonders wanderfreundliche Unterkünfte und Gastronomiebetriebe ausgezeichnet. Um Qualitätsgastgeber zu werden, müssen die Aspiranten einer Vielzahl von Kriterien entsprechen. „Pflicht“ ist etwa die Möglichkeit, Ausrüstung und Kleidung trocknen sowie Schuhputzzeug ausleihen zu können. Ebenso müssen die Gastgeber den aktuellen Wetterbericht und eine Wanderapotheke bieten. Auch Informationen zu den Wandermöglichkeiten in der Region, Kartenmaterial und der Gepäcktransport zur nächsten Unterkunft sind Standard.

 

Anfang 2014 konnte der Verband so viele zertifizierte Qualitätsgastgeber und Qualitätswege vorweisen wie nie zuvor: Rund 1450 Qualitätsgastgeber und über 100 Qualitätswege Wanderbares Deutschland, die zusammen mehr als 10.000 Kilometer lang sind.

 

(Quelle: http://www.wanderbares-deutschland.de/ueber_uns.html)